Ich bin nicht dein Kleiner. ICH BIN JETZT GROSS!

Eine Geschichte über die Angst vorm Loslassen.

Seit dem 13. September 2018 läuft die dritte Verfilmung von Pettersson und Findus in den Kinos. In der berührenden Geschichte „FINDUS ZIEHT UM“ geht es um Freundschaft, Familie und das Erwachsenwerden.

Alles beginnt mit einem zu großen Findus für sein zu kleines Bett. Kurzerhand bauen Pettersson und Findus gemeinsam eine neue Schlafstätte für Findus. Die neuen Matratzenfedern gefallen Findus hervorragend. Es lässt sich nun prima auf dem Bett hüpfen. Und genau das macht Findus am liebsten rund um die Uhr. Besonders gerne um 4 Uhr in der Nacht. Pettersson ist zunehmend genervt von der nächtlichen Ruhestörung und möchte gerne wieder ausschlafen.
Die scheinbar perfekte Lösung: ein eigenes Spiel- und Hüpfhaus für Findus. Das alte Plumpsklo wird zum neuen Haus für den Kater. Findus liebt seine neue Heimat und die damit gewonnene Freiheit und Selbstständigkeit. Ganz im Gegensatz zu Pettersson! Er vermisst seinen kleinen großen Kater sehr … Muss er sein Leben nun ohne seinen fröhlichen Gefährten führen? 

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Gespräch zwischen Pettersson und Findus © Wild Bunch Germany 2018

Unsere Filmkritik zu FINDUS ZIEHT UM

„Da kommt was auf dich zu! Wenn die Kleinen groß werden, bleibt nichts mehr, wie es war.“

Dieser Spruch von Beda fasst den Film — sowie das echte Leben mit heranwachsenden Kindern — absolut treffend zusammen.  Der Vorspann des Films allein ist ein absolutes Meisterwerk und hat mich als Erwachsene hochgradig begeistert. Ich möchte nicht zuviel verraten — deshalb: schaut euch den Vorspann genau an, wenn ihr im Kino seid. Da unser Sohn ein großer Fan von Pettersson und Findus ist, kenne ich die Geschichte bestens vom gleichnamigen Buch. Die Umsetzung ist wirklich hervorragend. Immer wieder kicherten die Kinder im Kino über die Witze im Film. Ich persönlich würde den Film Kindern ab 5 Jahren empfehlen, aber das könnt ihr als Eltern sicher am besten einschätzen. Es waren definitiv auch kleinere Kinder im Kinosaal und alle haben bis zum Schluss mitgeschaut. Manchmal sind sie etwas enger zu Mama oder Papa gekrochen. Denn ganz ohne Spannung kommt auch dieser Film nicht aus.

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Gespräch Pettersson und Beda © Wild Bunch Germany 2018
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Findus ist wieder gewachsen. © Wild Bunch Germany 2018

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Pettersson und Findus schlafen im Zelt © Wild Bunch Germany 2018

 

 

Eine ganz besondere Premiere: Wir haben den Regisseur Ali Samadi Ahadi und seine Tochter Roxana (Findus-Sprecherin) kennengelernt

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Am Sonntag, den 16. September 2018 war der Regisseur Ali Samadi Ahadi sowie seine Tochter, die Findus-Sprecherin Roxana Samadi zu Gast bei einer besonderen Filmpremiere im Stuttgarter Kino Metropol.
Nach dem Kinofilm haben Sie sich den Fragen des Publikums gestellt. Wir haben genau zugehört und verraten euch ein paar Geheimnisse rund um den Film:

Wie lange dauert es, bis ein Kinofilm wie Pettersson und Findus fertig ist?

Von der ersten Zeile des Schreibens, über die Finanzierung bis zur Ausstrahlung in den Kinos hat es ungefähr drei Jahre gedauert. Das ist sogar relativ schnell.
Der Dreh selbst hat etwa 2 Monate gedauert. Aber den Kater nach dem Dreh einzuarbeiten hat allein 11 Monate gebraucht. Man muss sich vorstellen: Dieser Kater hat etwa 470000 Haare. Jede Sekunde besteht aus 24 Bildern. Wenn sich 470000 Haare in 24 Bildern pro Sekunde bewegen sollen, könnt ihr euch sicher vorstellen, dass da richtig viel Arbeit drin steckt.

Wie kann Pettersson mit Findus spielen, obwohl Findus eigentlich gezeichnet wird?

Roxana Samadi: Findus wird während des Drehs durch ein blaues Kuschel-Ei ersetzt. So haben die Schauspieler das blaue Kuschel-Ei zum Beispiel auf der Hand und interagieren damit. Erst nach den eigentlichen Dreharbeiten wird das Kuschel-Ei durch den Kater Findus ersetzt.

Wann werden die Texte eingesprochen?

Ali Samadi Ahadi: Die Texte werden mehrmals eingesprochen. Bevor der Dreh beginnt, werden die Stimmen einmal aufgenommen. Anschließend wird gezeichnet — ein sogenanntes Storyboard entsteht. Danach werden die einzelnen Bilder aneinander gehängt. Das nennt man Animatic. Das könnt ihr euch wie einen bewegten Comic vorstellen.
Während des Drehs spricht ein Schauspieler oder eine Schauspielerin die Passagen von Findus. Die Schauspieler brauchen einen Gegenspieler, damit es später authentisch wirkt. Final eingesprochen wird der Text, wenn der Film fertig geschnitten ist. Da müssen die Stimmen sitzen und alle gehen nochmal in die Tonkabine.

Wann wurde Findus final eingesprochen?

Roxana Samadi: Das letzte Mal war ich vor drei Monaten im Studio. Es ist also noch gar nicht lange her. Ich erinnere mich, dass Papa danach zu mir sagte: „Roxana, weißt du, dass du gerade das letzte Mal Findus gesprochen hast?“ Plötzlich schossen mir die Tränen in die Augen. Weil mir das gar nicht nicht klar war.

Was macht eigentlich ein Regisseur / eine Regisseurin?

Ali Samadi Ahadi schwärmt: Was Schöneres als Regisseur zu sein, gibt es nicht. Ich sitze den ganzen Tag in solch schönen Kulissen. Schaue mir alles an und sage den Schauspielern manchmal: „Das gefällt mir nicht.“ Woraufhin sie antworten: „Ok, dann machen wir es nochmal.“ (lacht) Sie fragen mich, ob sie lieber auf einem Bein reinhüpfen sollen. Und ich antworte: „Ja, probier es mal.“ (jetzt lacht nicht nur Ali Samadi Ahadi, sondern das ganze Publikum)

Die Produzentin fragt ins Publikum: „Glaubt ihr das, was er da erzählt?“
NEIN, rufen die Kinder ganz laut.

War der Fuchs echt?

Der Fuchs heißt Wodka und ist tatsächlich echt. Es handelt sich um einen russisch sibirischen Fuchs. Das ist eine besondere Fuchsart, die man trainieren kann. Füchse sind so wild, die kann normalerweise gar nicht zähmen. Aber Wodka ist so klug, dem kann man sogar sagen: „Komm mal hier her.“ Und dann tut er genau das.

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Regisseur Ali Samadi Ahadi, Findus-Sprecherin Roxana Samadi sowie die Darsteller Marianne Sägebrecht und Max Herbrechter (v.l.n.r.). © Wild Bunch Germany 2018

 

Wo kann man den Film in Stuttgart anschauen?

Wir waren im METROPOL in Stuttgart. Hier könnt ihr direkt eure Kinokarten buchen.

Wo: Königstraße 22, 70173 Stuttgart

Preise: Kind & Co jeweils 5,80 € pro Person (Kinderpreis für Erwachsene Begleitpersonen & mind. ein Kind bis 12 Jahre)

 

Unser Fazit: Der Film ist absolut sehenswert für Kinder und auch für Erwachsene. Viele Dialoge kennen wir als Eltern selber. So blieb mir ein Satz von Pettersson ganz besonders im Gedächtnis. „Groß sein, heißt ja nicht, dass man alles allein machen muss.“

 

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